Durch die sich immer weiter entwickelnden Techniken sind Graveure heute in der Lage, den wachsenden Ansprüchen wirtschaftlich gerecht zu werden.

Das wichtigste Handwerkszeug des Graveurs war neben Hammer und Meißel der Stichel zur Herstellung von Kupferstichen, schmückenden Gravuren und Münzprägewerkzeugen. Diese auch heute noch gängigen Handwerkszeuge werden seit einigen Jahren verstärkt durch modernste CNC-Techniken ergänzt.

Graveur/in

Viele Arbeiten eines Graveurs werden noch von Hand ausgeführt. Nur so können kleine Auflagen oder Einzelstücke sicher verziert werden.
Mit einem spitzen, messerähnlichen Werkzeug werden die zu gravierenden Muster in die Oberfläche gezogen und geritzt – das erfordert viel Übung.
Im industriellen Bereich fertigen Graveure ihre Vorlagen üblicherweise in einem 3D-Konstruktionsprogramm und haben so die komplette Übersicht über das zu fertigende Produkt.
Ist der Arbeitsprozess einmal optimiert und freigegeben, kann das Werkstück präzise und erfolgreich produziert werden.
... liegt die Kraft. Die Arbeit eines Graveurs ist oft kleinteilig. Das erfordert Übung, Geschick und ein gutes Auge für Form und Oberfläche.
Die Endergebnisse dieser fast schon künstlerischen Handarbeiten, sind oft edle und besondere Produkte, die eine besondere Qualität haben.
Jedes Produkt, das von Hand graviert wird erfordert, neben der Konzentration auf kleinste Details, auch die Übersicht auf das gesamte Produkt – damit alles stimmig wirkt.
Der Graveurberuf bietet im handwerklichen Bereich vieles, was auch im Kunsthandwerken zu finden ist: Die Liebe zu Form, Schrift und Gestaltung sowie zu jahrhundertealter Handwerkskunst.
Neben handwerklich ausgerichteten Betrieben gibt es auch Unternehmen, in denen der Beruf des Graveurs für die Großindustrie ausgeübt wird – hier legt man Wert auf modernste Verfahren, Präzision und Geschwindigkeit.
Graveure stehen häufig vor neuen Herausforderungen und Projekten. Hier ist es notwendig, schnell gemeinsam Lösungswege zu finden, um Lieferzeiten und Kundenanforderungen zu erfüllen.
Durch modernste Gravurmaschinen haben Graveure jederzeit die volle Kontrolle über den Entstehungsprozess seines Werkstücks.
Auch im Bereich der maschinellen Fertigung sind ein gutes Auge und eine ruhige Hand gefragt – denn nur so kann die erforderliche Qualität erreicht werden.
Die Lösungen für ideale Produktionsprozesse sind nicht immer leicht zu finden, manchmal die Suche nach dem richtigen Werkzeug für die Produkterstellung von einem längeren Entwicklungsprozess begleitet.
Zu den typischen Werkstücken der Industriegravur zählen Zahlenstempel und Prägewerkzeuge, die zur Kennzeichnung und Qualitätssicherung von Produkten benötigt werden.
Seitenverkehrtes Arbeiten ist der Standard für Graveure. Hier fräst der Bohrkopf die Stempelform seitenverkehrt frei, damit die Zahl, wenn mit dem Stempel geprägt wird, seitenrichtig im geprägten Gegenstand lesbar ist.
Qualitätssicherung während und nach der Herstellung ist ein wichtiger Bestandteil des Graveurberufes. Denn die produzierten Werkstücke sind oft Werkzeuge, mit denen andere Produkte hergestellt werden.

Ausbildungsform:

dual, d. h. Betrieb und Schule

Ausbildungsschwerpunkte:

Flachgraviertechnik Reliefgraviertechnik

Ausbildungsdauer:

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre

Berufsschule:

i. d. R. Blockunterricht

Standorte in Deutschland:

Arnstadt (Thüringen),
Pforzheim und Solingen

Weiterbildungsmöglichkeiten:

z. B. Graveur-Meisterprüfung
z. B. Gestaltungstechniker/in
z. B. Studium (gestaltendes Fach)

Ausbildungsvergütung:
€ 710 im 1. Ausbildungsjahr
€ 740 im 2. Ausbildungsjahr
€ 790 im 3. Ausbildungsjahr

(gem. Entgelttarifvertrag zwischen Bundesinnungsverband der Galvaniseure, Graveure und Metallbildner und IG Metall)

Urlaub:

Die Ausbildungsbetriebe gewähren in aller Regel 30 Urlaubstage pro Jahr

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